Stowa Marine Original

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Wie bei den Braun Geräten hat mich irgendwann auch beim Thema Uhren der Umbauvirus gepackt. Herausgekommen ist die hier gezeigte Stowa Marine Original Handaufzug. Um hier selbst Hand anzulegen fehlten mir allerdings die handwerklichen Fähigkeiten und auch die entsprechende Werkstatt.
So habe ich mich hier auf das Zeichnen beschränkt und die eigentlichen Arbeiten in fachkundige Hände gegeben.

Die Idee zu einer veredelten MO spukte mir schon ein paar Jahre im Kopf herum, ich war deren Realisierung aber nie ernsthaft angegangen.
Am Anfang stand die Überlegung was für eine Art der Veredelung überhaupt zum "Charakter" dieser Uhr passen würde. Gravur, Skelettierung, Vergoldung? Ein ganz anderes Werk, Hamilton vielleicht? Nein, irgendwie auch nicht.

Was bleibt also? Eine Dreiviertelplatine.
Aber es sollte eben auch keine Dornblüth im MO Gewand werden.

Aber wie muss eine Dreiviertelplatine aussehen, die zur MO passt?
Meine ersten Entwürfe mit parabelförmigen Ausläufen für die Öffnung der Unruhe waren alle irgendwie nicht stimmig. Zu verspielt, nicht klar genug.

Irgendwann kam dann die Idee, einfach den Kreis, die Grundform des Uhrwerkes und dessen Radius aufzunehmen und sich diesen an den drei erforderlichen Stellen (rechter Auslauf der Platine, beide Seiten des Unruhklobens) wiederholen zu lassen.

konstruktion

Völlig simpel, aber das Ergebnis passte.
Ergänzt wurde die Platine dann noch durch verschraubte Chatons. Das Finish des Werkes sollte am Ende wieder der Serienuhr entsprechen.

zeichnungwerk

Aber wer kann solch einen Umbau umsetzen?
Nach ein wenig Recherche im Internet hatte ich eine kleine Auswahl an Betrieben beisammen. Schließlich blieb Premium Watches Pforzheim übrig. Sehr schnelle und angenehme Kommunikation mit Herrn Belz und Herrn Uphoff und der Preis passte auch.

Parallel hatte ich mit Herrn Schauer Kontakt aufgenommen. Auch mit Stowa gab es natürlich einige Dinge zum Ablauf usw. zu klären. Auch hier lief es so, wie ich es von Stowa gewohnt war. Zuvorkommend, schnell und reibungslos.

Nun konnte es endlich mit der Fertigung der Uhr los gehen. Im unteren Bild ist die rohe Platine zu sehen, wie sie von Premium Watches Pforzheim angefertigt wurde. Hier noch auf einem unveredelten Unitas 6498 montiert.

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Danach wurde die Platine mit dem STOWA Schriftzug graviert und vergoldet.
Über die komplette Vergoldung war ich zunächst etwas überrascht, dies war aber erforderlich, weil der Schriftzug später, wie beim Originalwerk golden ausgelegt sein soll.

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Hier ist gut zu erkennen, dass die Platine auch schon mit einer Perlierung versehen ist.

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Als nächstes folgte dann der Streifenschliff.

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Und hier nun drei Bilder der fertigen Uhr. Schön zu erkennen auch der Sonnenschliff auf Kron- und Sperrrad.

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Insgesamt ist so ein Werk entstanden, dessen Formgebung wie ich finde, sehr gut mit dem klassischen (mancher mag es auch als altbacken empfinden) Erscheinungsbild des Ziffernblatts korrespondiert.

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